
Dienstag – 13.04.2010
Eine Innendämmung ist für viele Altbauten eine sinnvolle Option
(djd/pt). Schön, aber teuer: Dieses Attribut trifft auf allzu viele Altbauten zu. Dem Charme älterer Häuser steht oft eine nicht mehr zeitgemäße Bausubstanz gegenüber. Meist sind die betagten Gebäude gar nicht oder nur schlecht gedämmt. Das Resultat sind hohe Betriebskosten und wenig Wohnkomfort. Nicht immer ist eine effiziente Wärmedämmung möglich, beispielsweise wenn der Denkmalschutz eine bauliche Veränderung der Fassade untersagt. Dank neuer, besonders umweltfreundlicher Baustoffe wird aber jetzt die Innendämmung zur attraktiven Alternative.
Foto: djd/Isocell
Den Dämmstoff einfach aufsprühen
Bislang war das Verfahren der Dämmung “von innen” mit verschiedenen Problemen verbunden. Zum einen sinkt die Temperatur des bestehenden Mauerwerks durch die Innendämmung, zum anderen liegen herkömmliche Platten- oder Mattendämmstoffe nicht bündig auf, da das alte Mauerwerk selten eine wirklich ebene Oberfläche bildet. Hohlräume können entstehen, in denen sich Kondensat bildet – als Folge droht eine Durchfeuchtung und Schädigung der Bausubstanz.
Dank neuer Verfahren sind diese Probleme Vergangenheit. Dämmstoffe, die aufgesprüht werden, passen sich jeder Unebenheit an und vermeiden somit die Bildung von Hohlräumen. Das neue Renocell-System zum Beispiel geht noch weiter: Das verputzbare Wandsystem aus umweltfreundlichen Zellulosefasern bildet eine kapillaraktive Struktur. Dadurch kann entstehendes Tauwasser an bestimmten Stellen hinausfallen und schnell wieder an den Innenraum abgegeben werden (Informationen: www.klugdaemmen.de).
Spart Zeit und Kosten
Damit bleibt nicht nur das Mauerwerk trocken und geschützt, zugleich erhöht sich die Oberflächentemperatur der Wand, die Räume wirken behaglicher. Die Aufheizzeiten verkürzen sich, was zur weiteren Senkung der Heizkosten beiträgt. Ein weiterer Vorteil: Die Anwendung ist einfach und spart Zeit und Kosten im Vergleich zu anderen Systemen. Somit wird die Innendämmung zur Frischzellenkur für Altbauten, denn neben den ökologischen Aspekten gewinnt auch der Wohnkomfort. Zudem verbessern sich Verkaufswert und Vermietbarkeit des Gebäudes.